Nun zu der Insel. Das verrückte ist, dass San Antonio von morgens um 6, wenn die Sonne aufgeht, bis nachmittags um 3 kein Strom hat. Gekocht wird auf Kohle und eine Dusche, sowie Spülung gibt es hier nicht. Im Bad steht ein riesiger Eimer zum Waschen und Spülen. Duschen nennen wir nun liebevoll "Beeimern". Doch um ehrlich zu sein vermisst man eine echte Dusche nicht. Sowieso ist es verrückt wie wenig man solchen Luxus vermisst. Man braucht wirklich nicht viel zum Leben. Das einzige was man wirklich vermisst sind die Menschen, die man liebt.
Aufegefallen ist uns außerdem, dass auf Dalupiri Island das Internet vor dem Festnetz Telefon angekommen ist. Jeder hier hat ein Handy mit Internet Verbindung (die aber unglaublich schlecht ist) und der Philippino an sich ist sehr häufig am Handy zugange; was hier aber auch wirklich bedeutend billiger ist, als bei uns. Am dritten Tag sind wir auf dem Roller um die ganze Insel gefahren. Man sieht schnell, wie arm die Bevölkerung hier ist. Alles was sie brauchen bauen sie sich aus Palmen und viel mehr haben sie auch nicht. Arbeitslosigkeit ist hier ein ganz großes Problem. Es gibt hier so viele Menschen, die einfach den ganzen Tag vor ihrer Hütte sitzen und nichts tun. Diese große Armut zu sehen ist nicht immer einfach, besonders wenn die Kinder zu dir kommen und betteln. Manche stehen spät abends noch an der Straße und klopfen an das Taxifenster, zeigen auf ihren Bauch und schauen dich mit großen traurigen Augen an.
Trotzdem hatten wir eine wirklich wundervolle Zeit auf Dalupiri Island. Nach einer Nacht auf der Fähre sind wir nun in Cebu City angelangt. Eine große Stadt, die aber um einiges schöner ist als Manila.
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