Dienstag, 14. August 2012

Von Cebu City nach Surigao

Es ist hier 7 Uhr morgens und ich lieg nun seit ca 1 1/2 Stunden wach in meinem Bett, deshalb hab ich mich dazu entschieden die Zeit zu nutzen und ein bischen was zu schreiben. Warum ich jetzt schon wach bin, obwohl ich so lange schlafen könnte wie ich will? Moskitos!! 4 Stiche am rechten Bein haben mich aufgeweckt und die jucken leider immer noch höllisch. Die beiden Jungs haben wohl keine Probleme, sie schlafen friedlich neben mir in ihren Betten.

Wir sind gestern um ca 14 Uhr auf der Insel Mindanao gelandet, eine der größeren Inseln der Philippinen, die hauptsächlich muslimisch ist. Es wird davor gewarnt in den Süden dieser Insel zu reisen, weil es immer wieder zu Terroranschlägen kommt. Surigao City, die Stadt in der wir uns seit gestern aufhalten ist aber sicher. Die Stadt hat die perfekte Größe. Kleiner und übersichtlicher als Cebu City und Manila, aber trotzdem groß genug für ausreichend Shops, Malls und einen bunten Markt, auf dem man Lebensmittel, wie auch Schmuck und Sonnenbrillen kaufen kann. Diese Städte gefallen mir am besten, da es in den großen Städten von Schwindlern nur so wimmelt und man als Ausländer, sowie Neuankömmling leicht erkannt und sich allzu oft ein bischen verloren fühlt. Was nicht heißt, dass mir die großen Städte nicht auch gefallen haben, sie sind eine Erfahrung wert, aber für langfristig sind die ländlichen Gebiete einfach landschaftlich schöner, freundlicher und sicherer.

Cebu City

Cebu City
Am zweiten Tag in Cebu City haben wir uns die Stadt aus dem 37. Stock des Crown Regency Hotels angesehen. Fotos machen war verboten, aber ich hab trotzdem versucht ein paar annehmbare Bilder hinter vorgehaltener Hnad zu machen. Diese Stadt ist genau wie Manila eine reine `Zweck`-Stadt. Keiner würde herziehen, weil es hier so schön ist. Man sucht nach Arbeit. Die Slums in Cebu City sind sehr viel kleiner und auch sonst wirkt die Stadt um einiges sauberer und die Straßen nicht so überfüllt und laut. Nach zwei Tagen hier hatten wir aber mal wieder genug von dem Stadtleben und sind mit dem Flugzeug nach Mindanao/Surigao geflogen. Über die Philippinen zu fliegen ist wundervoll. Man fliegt über viele kleinen Inseln, auf denen teilweise nur 2 Häuser stehen. Nachdem wir sicher gelandet sind kam ein Amerikaner auf uns zu und sprach uns an wo wir herkommen und wo wir hinwollen. Er hat uns dann zu unserem Hotel gefahren. Er und seine Frau leben seit 12 Jahren auf den Philippinen und seit 4 Monaten in Surigao City. Sie sind als Missionare hier und lieben es auf Mindanao zu leben. 

Surigao ist für uns aber auch nur ein Zwischenstopp, denn eigentlich zieht es uns nach Siargao Island, die Surfing Area der Philippinen. Es soll traumhaft sein. Heute um 12 Uhr geht die Fähre zu dieser kleinen Insel.

Surigao

Surigao

Sonntag, 12. August 2012

Dalupiri Island / San Antonio

Dalupiri Island, eine kleine Insel vor der Küste Samars, die von den Einheimischen nur San Antonio genannt wird, liegt fern ab der touristisch erschlossenen Gebiete der Philippinen. Hier verbrachten wir die letzte Woche bei Beatrice und ihrer Familie. Noch nie wurde ich irgendwo so herzlich begrüßt und zu jeder Zeit haben wir uns hier wilkommen gefühlt. Ich denke nicht, dass ich jemals Menschen getroffen habe, die so viel lachen. Wir haben hier mit den Einheimischen zusammen gekocht (inzwischen vertrage ich das Essen hier auch), getanzt, gelacht und so gemeinsam den Tag verbracht. Auf der kleinen Insel sprach sich schnell rum, dass Deutsche zu Besuch sind und bald wurde mir in den Straßen von allen Seiten "Maiki" (hier kann keiner meinen Namen richtig aussprechen) zugerufen. Vorallem für die Kinder waren wir eine Attraktion. Und davon gibts auf Dalupiri Island unglaublich viele. Die größten Familien haben 18 Kinder, 7-8 Kinder sind hier Standart. So scheint es auch, als wäre die ganze Insel miteinander verwandt. Vorallem ist uns Sherline ans Herz gewachsen. Sie ist 20 Jahre alt und arbeitet in dem Haus in dem wir unterkamen. Wir haben wirklich sehr viel zeit mit ihr verbracht und dadurch die Bevölkerung hier so kennen gelernt, wie es wohl  nie mehr der Fall sein wird.

Nun zu der Insel. Das verrückte ist, dass San Antonio von morgens um 6, wenn die Sonne aufgeht, bis nachmittags um 3 kein Strom hat. Gekocht wird auf Kohle und eine Dusche, sowie Spülung gibt es hier nicht. Im Bad steht ein riesiger Eimer zum Waschen und Spülen. Duschen nennen wir nun liebevoll "Beeimern". Doch um ehrlich zu sein vermisst man eine echte Dusche nicht. Sowieso ist es verrückt wie wenig man solchen Luxus vermisst. Man braucht wirklich nicht viel zum Leben. Das einzige was man wirklich vermisst sind die Menschen, die man liebt.

Aufegefallen ist uns außerdem, dass auf Dalupiri Island das Internet vor dem Festnetz Telefon angekommen ist. Jeder hier hat ein Handy mit Internet Verbindung (die aber unglaublich schlecht ist) und der Philippino an sich ist sehr häufig am Handy zugange; was hier aber auch wirklich bedeutend billiger ist, als bei uns. Am dritten Tag sind wir auf dem Roller um die ganze Insel gefahren. Man sieht schnell, wie arm die Bevölkerung hier ist. Alles was sie brauchen bauen sie sich aus Palmen und viel mehr haben sie auch nicht. Arbeitslosigkeit ist hier ein ganz großes Problem. Es gibt hier so viele Menschen, die einfach den ganzen Tag vor ihrer Hütte sitzen und nichts tun. Diese große Armut zu sehen ist nicht immer einfach, besonders wenn die Kinder zu dir kommen und betteln. Manche stehen spät abends noch an der Straße und klopfen an das Taxifenster, zeigen auf ihren Bauch und schauen dich mit großen traurigen Augen an.

Trotzdem hatten wir eine wirklich wundervolle Zeit auf Dalupiri Island. Nach einer Nacht auf der Fähre sind wir nun in Cebu City angelangt. Eine große Stadt, die aber um einiges schöner ist als Manila. 





















Samstag, 4. August 2012

Manila und Naga

Die letzten drei Tage sind so schnell vergangen, dass ich gar nicht dazu gekommen bin hier was zu schreiben. Die Zeit rennt wirklich. Zunächst : wir sind gut auf den Philippinen angekommen. Der Flug war wirklich anstrengend und dass wir in Taipei aufgrund eines Taifuns erst beim zweiten Anlauf landen konnten und auch der Start unseres nächsten Fluges sich verzögerte hat ganz schön Nerven gekostet. So etwas hab ich noch nie erlebt, ich dachte wirklich gleich ist alles vorbei, aber unser Pilot hatte wohl schon Taifun Erfahrung.
In Manila am Flughafen angekommen sind wir gleich mit dem Taxi zu unserem Hostel gefahren. Die ersten Eindrücke, die wir so von der Stadt erhaschten waren sehr beeindruckend. Ich denke Manila ist mit keiner europäischen Stadt zu vergleichen. Es ist laut, hektisch und bunt. Die Straßen sind überfüllt mit Jeepneys, Taxis und Motorrädern und es wirkt als würde jeder fahren wie es ihm gerade so gefällt. Es reihen sich zusammengebastelte winzige Hüttchen an große Hotels, Slums grenzen direkt ans moderne Bankenviertel. Schließlich im Hostel angekommen, finden wir ein sehr kleines aber sauberes Zimmer vor.

Das Klima hier empfinde ich als angenehm, aber ich denke das würde nicht jedem gefallen. Es ist sehr warm immer mindesten 26 Grad, dabei scheint ab und zu die Sonne, die einen förmlich grillt und von jetzt auf gleich fängt es an wie aus Eimern zu schütten. Nach 10 Minuten ist dies allerdings meistens schon wieder vorbei und nach 10 Minuten ist man dann auch schon wieder trocken. Wilkommen in den Tropen! Der Regen ist eigentlich zum Reisen perfekt, da er etwas Abkühlung verspricht.

Viele sagten uns schon vorher, dass Manila für "Neulinge" ein ziemlich heißes Pflaster ist und auch wir haben uns dort nicht wirklich sicher gefühlt. Schon am ersten Tag hatten wir uns komplett verlaufen und als wir einmal aus dem Bus stiegen hatten wir auch schon eine Pistole im Gesicht. Als ich nur geschockt den Philippino anstarte lachte er laut los und zeigte mir, dass es nur eine Plastikpistole ist. Er wollte uns wohl einen Schrecken einjagen, einen bitteren Nachgeschmack hats trotzdem hinterlassen.

Wir entschieden uns also bereits am nächsten Tag weiter zu reisen und fuhren mit dem Bus ca 10 Stunden nach Naga. Eine kleinere, sehr saubere Stadt, die mir von Anfang an sympathischer erschien. Wir haben hier echt ein super Hostel gefunden, dass ein Drittel von dem kostet, was wir in Manila bezahlt haben und um einiges schöner und besser ausgestattet ist.

Heute wollten wir uns ein wenig erholen. Ich hab schon am zweiten Tag Bauchkrämpfe von dem Essen bekommen und ernähre mich nun hauptsächlich von Bananen, Äpfeln und ab und zu von Fastfood von einer bekannten Kette :D Ich hoffe das wird sich die nächsten Tage noch geben.

In Naga ist der CWC zu empfehlen. Ein Wasserpark wo man zum Beispiel auch Wakeboarden kann. Dort haben wir heut den halben Tag verbracht. Morgen gehts dann weiter nach Dalupiri Island, wo wir über Verwandte von Bekannten von Freunden ein Haus zur Verfügung haben. Ich melde mich dann wieder.
Bis baaald :)


Ein paar Schnappschüsse ;) Mit der "Reisefotografie" haben wirs noch nicht so drauf. Es geht immer alles so schnell und da ist es schwer alles festzuhalten. Irgendwie schaff ichs auch nicht sie in eine gescheite Reihenfolge zu bringen. Hoffe man kann trotzdem ein bischen was erkennen.

Am zweiten Tag im Busterminal mit Emy. Ohne sie hätten wir Manila wohl nicht überlebt ;) Thank you soo much Emy!
Jeeepney (für weniger als 20 cent durch die ganze Stadt)
Flo bei der Fahrt mit der Motorradrikscha
Einer der Pools beim Wasserpark (CWC)
Jan bei Bigg`s
Am ersten Tag im Hotel (Schwarzbrot vermiss ich jetzt schon)

McDonalds liefert hier auch nach Haus

Montag, 30. Juli 2012

schöne Tage






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Ich hatte wirklich wunderschöne letzte Tage hier. Danke! :)

Donnerstag, 26. Juli 2012

Reisetagebuch


source : pinterest.com

Hallooo ihr! :) Dies wird ein Blog über unsere Reise durch Asien werden, mit Bildern und Berichten über alles was wir so erleben. Am 1 August fliegen wir los nach Manila und dann bereisen wir zunächst für einen Monat die Philippinen.
Ich hoffe hiermit kann ich alle die es interessiert einigermaßen auf dem Laufenden halten und für Jan, Flo und mich wirds eine super Erinnerung sein, wenn wir uns durch die alten Blogeinträge lesen.
Vieeel Spaß und bis bald!